Alois Rainer
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Verband medizinischer Fachberufe e.V. im Gespräch mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn


Nachdem bereits das Gespräch des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. auf der Landesebene erfolgte, vermittelte ich nun ein Gespräch mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, MdB 

 

Berlin, den 16.06.2021: Im Zuge der Corona-Pandemie werden nicht nur die Pflegekräfte außerordentlich gefordert, sondern auch die Medizinischen Fachangestellten sowie Zahnmedizinischen Fachangestellten in der ambulanten Versorgung. Durch die Einbeziehung der Arztpraxen bei den Corona-Impfungen entstand vielerorts ein erheblicher Mehraufwand. Dies nahm ich zum Anlass, mich mit betroffenen Branchenvertretern aus dem Wahlkreis und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn beim digitalen Gespräch auszutauschen. Mit dabei war Referatsleiterin Barbara Kronfelder aus Elisabethszell sowie die Präsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. Hannelore König. Viele der 400.000 Medizinischen Fachangestellten in den Praxen haben während der Pandemie keinen Corona-Bonus erhalten und bewerkstelligen trotzdem einen erheblichen Mehraufwand an Anfragen von Patienten in den vergangenen Monaten, schilderte Frau König. Der Bundesgesundheitsminister begrüßt das große Engagement der Beschäftigten in der Branche und ihren großen Beitrag zu den Impfungen in Deutschland. Gleichwohl versteht Jens Spahn die Sorgen und Nöte der Angestellten in den Arztpraxen. Dennoch appellierte er auch daran, dass gerade aufgrund des Fachkräftemangels in der Branche die Medizinischen und Zahnmedizinischen Fachangestellten eine gerechtere und bessere Bezahlung bei ihren Arbeitgebern einfordern können. Hannelore König erklärt in diesem Zusammenhang: "Im Klein- bzw. Kleinstbetrieb der Arzt- oder Zahnarztpraxis ohne Kündigungsschutz und Arbeitnehmervertretung ist dies auch heute noch schwierig. Ich sehe Handlungsbedarf bei der Tariftreue, um die Honorierung der Leistungen der Medizinischen und Zahnmedizinischen Fachangestellten zu verbessern und bei der Gegenfinanzierung der Tarifsteigerungen."

Die Präsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. gab dem Gesundheitsminister und mir mit auf den Weg, dass wir uns in der kommenden Wahlperiode für eine bessere Förderung der Branche einsetzen sowie diesen Berufszweig stärker als Gesundheitsberuf darzustellen. So könnte bspw. im Rahmen einer Novellierung der Ausbildungsordnung zur*m Medizinischen Fachangestellten geprüft werden, ob eine Einordnung als Heilberuf in der Zuständigkeit des Bundesgesundheitsministeriums zweckmäßig ist. Denn schon jetzt übernehmen Medizinische Fachangestellte im Rahmen der Delegation ärztliche Aufgaben und führen diese selbstständig aus.

Es war ein gelungener Austausch. Das Format wurde zuvor mit dem Bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetschek, MdL angestoßen und nun auf der Bundesebene weitergeführt. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit Jens Spahn weitere Reformen und Anpassungen der Berufszweige bewältigen werden