Alois Rainer
Für Sie im Bundestag
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Neue Schulden gehen überhaupt nicht


Für Alois Rainer ist es nicht das erste Mal, dass er im Bundestag sitzt. Schon 2013 war der gelernte Metzgermeister aus Haibach im Bayerischen Wald für den Wahlkreis Straubing-Bogen und Regen in den Bundestag gezogen.

Und zur Bundestagswahl 2017 hat er das Direktmandat mit rund 48 Prozent der Stimmen in seinem Wahlkreis erneut erhalten. Und doch ist etwas anders: Im Gegensatz zu 2013 sitzen im neu gewählten Bundestag zwei weitere Parteien. "Umso wichtiger ist es, die schwierigen vor uns liegenden Aufgaben geschlossen und gemeinsam mit dem Regierungspartner anzugehen", sagt der 53-jährige Niederbayer. Gegen eine neue Partei im Bundestag hat er nichts. "In der Sache setze ich aber auf eine harte Auseinandersetzung", sagt er.

Rainer ist neuer finanz-und haushaltspolitischer Sprecher der CSU im Bundestag. Das Amt reizt ihn: "Neue Schulden gehen überhaupt nicht", sagt er mit Blick auf die Verhandlungen zum Haushalt 2018 und zur mittelfristigen Finanzplanung. Er werde sich für eine schwarze Null einsetzen. Alles andere wäre in Zeiten einer florierenden Wirtschaft absurd. Gleichwohl müsse man darauf achten, dass der Wohlstand gerecht verteilt wird. Mehr Geld für Familien – etwa in Form des Baukindergeldes – hält er als "Investitionen in die Zukunft" für angebracht und notwendig. Beim Solidaritätszuschlag hätte er sich mehr Entlastung gewünscht. Aber Rainer kennt die politischen Zwänge. "Daher wollen wir jetzt den ersten Schritt gehen und in der nächsten Periode den Soli ganz abschaffen", sagt er.

Keine Illusionen macht sich der CSU-Politiker über die Folgen des Brexits. "Da müssen wir genau hinschauen, wo im EU-Haushalt gekürzt wird und wer mehr bezahlt." Denn auch die regionale Wirtschaftsförderung in Deutschland könnte betroffen sein, sagt Rainer, der fast 18 Jahre Bürgermeister seiner Heimatgemeinde war. Was die aufkeimenden Erbschaftsteuer-Diskussionen in der SPD betrifft, ist Rainer entschieden: "Ich werde alles dafür tun, dass es so bleibt, wie es ist." Es sei schwer genug gewesen, diese Einigung zu finden. Natürlich könne auch er sich Verbesserungen vorstellen. Doch die Politik lebe vom Kompromiss.

Rainer weiß, wovon er spricht. Seit 2013 leitet sein Sohn Markus die Metzgerei mit ihren 28 Mitarbeiterin und vier Verkaufsstellen. "Bald soll ihm der Betrieb ganz überschrieben werden", sagt der Vater. Er traut seinem Sohn die Verantwortung zu. Schließlich hätte auch er den Betrieb seiner Eltern schon mit 22 Jahren übernommen. "Mein erstes Ziel nach der Heirat war für mich ganz klar, den Betrieb auszubauen", sagte er. Mit der Politik hatte er damals nicht viel zu tun. Es reichte, dass der Vater im Bundestag saß und seine Schwester Gerda Hasselfeldt eine bundespolitische Karriere machte. Doch dann kam das Politikergen auch bei ihm durch. Es scheint eben doch in der Familie zu liegen.

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