Alois Rainer
Für Sie in den Bundestag

700.000 Bundesmittel beim Modellprojekt


400. 500 Euro Bundesfördermittel für Straubing und 296.000 Euro für Haibach wurden dank meiner Hilfe für zwei Modellprojekte zur Klimaanpassung am 18. November zugesichert. In Straubing werden die Ansiedlung autochthoner Pflanzen und in Haibach die nachhaltige Umrüstung des Festplatzes gefördert. Zwei interessante Pionierprojekte mit nationalem Modellcharakter.

18.11.2020. Bereits Anfang Juli informierte ich die Bürgermeister in den Landkreisen Straubing-Bogen und Regen über das Modellprojekt zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen. Durch das in 2020 neu aufgelegte Sonderprogramm der Bundesregierung sollte die nachhaltige Aufwertung der Park- und Grünanlagen erfolgen. Ziel des Modellprojektes ist die Minderung der Auswirkungen des Klimawandels. Denn urbane Grünanlagen haben vielfältige Funktionen für eine klimagerechte Stadtentwicklung.

Der Straubinger Oberbürgermeister Markus Pannermayr erklärte zur Zusage der Bundesmittel: „Über die Förderzusage freue ich mich natürlich sehr. Die Straubinger Stadtgärtnerei beschäftigt sich schon seit der Zeit von Oberbürgermeister Ludwig Scherl mit der naturnahen Gestaltung von öffentlichen Grünflächen mit gebietsheimischen Pflanzen. Diese jahrzehntelange hochengagierte Arbeit unserer Stadtgärtnerei, die die Menschen direkt vor Ort auch wahrnehmen, ist eine Grundlage für das nun aus Bundesmitteln geförderte Konzept. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Konzept auch bundesweit Modellcharakter bekommen kann. Alois Rainer danke ich herzlich für sein Engagement, mit dem er sich wieder einmal erfolgreich für die Belange unserer Region eingesetzt hat.“

Konkret soll in Straubing die Wiederansiedlung von Autochthonen und somit der naturnahen, heimischen Begrünung erreicht werden. Die Pflanzen sind besonders gute CO²-Speicher und tragen positiv nachhaltig zum Klimaschutz bei. Diese gebietsheimischen Gewächse werden unter wissenschaftlicher Beobachtung gezüchtet. Neben der Ansiedlung heimischer Pflanzen können darüber hinaus die Aufzuchtkapazitäten gesteigert werden, weshalb dieses Projekt eine bundesweite Vorreiterrolle einnimmt. Gleichzeitig wird die biologische Vielfalt gesteigert. Nicht zu verkennen sei auch das Einsparpotential, da durch die Stabilisierung der Vegetation in städtischen Umgebungen die Temperatur im Sommer gesenkt werden kann. Gleichzeitig dienen mehr Blühflächen in der Stadt zusätzlich der Bienenrettung.

Ich habe mich sehr über das schnelle Handeln der Stadt Straubing bei der Antragstellung gefreut. Bei Gesamtkosten in Höhe von 445.000 Euro fördert der Bund 400.500 Euro. Das sind 90 Prozent der Gesamtkosten des Vorhabens.

Ebenfalls rund 90 Prozent Förderung erhielt meine Heimatgemeinde Haibach für den klimafreundlichen Umbau des Festplatzes. Bürgermeister Fritz Schötz kommentierte die freudige Nachricht: “Mit dem Zuschuss von 296.688 Euro können wir mit dem Bau des lokalen Wasserkreislaufes auf dem öffentlichen Gemeindeplatz baldmöglichst beginnen.“ Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 329.653 Euro. Ich freue mich über die Bezuschussung mit Bundesmitteln für den Festplatz in meiner Heimatgemeinde und die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister Fritz Schötz.

Das Klimaanpassungsmodell zeichnet sich als Pionier durch die Integration eines Niederschlagswassermanagements aus, mit welchem Klimafolgen begrenzt werden sollen. Durch den Asphaltplatz floss das Wasser bei Regen bisher in den angrenzenden Rieslgraben, der bei Starkregen schnell zu überfluten drohte. Dieses abgeleitete Wasser fehlte wiederum bei den angrenzenden Bäumen. Durch das Niederschlagswassermanagement sollen die Vegetation und der Baumbestand verbessert werden. Ein neuer Pflasterbelag soll zudem eine höhere Versickerungsleistung ermöglichen sowie Parkplätze mit Rasenfurniersteinen ausgestattet werden. Auch neue Bäume sollen um den Festplatz gepflanzt werden. Für eine bessere Klimaausgleichsfunktion setzt man in Haibach das sogenannte Baumrigolensystem um. Durch das spezielle Speichersystem sei die Wasserversorgung auch in Trockenzeiten gesichert.

Durch die umzusetzenden wesentlichen Maßnahmen sind auch der Rieslgraben und die anliegenden Gebäude bei Starkregen vor Überschwemmungen geschützt, da das Wasser durch den neuen Belag und das unterirdische Rigolensystem besser abfließen kann. Insofern bringt die Maßnahme mehrere positive Effekte hervor.

 

 

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